Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit

Es ist so schön, dass du da bist
Es tut so gut, dich zu sehn
Weil Deine Stimme meine Ohrn küsst
Weil wir zwei uns so verstehn
Es fühlt sich gut an, wie du kuschelst
Und mich weich, doch fest umarmst
Dein Geruch macht mich glücklich
Deine Aura voller Charme

-Chorus-
Das ist das, was ich sage,
Wenn ich mich in dir such
Mein inn’res Kind macht mal wieder
Einen zarten Versuch
Ist nicht gewohnt gelobt zu werden
Auch nur akzeptiert zu sein
Deshalb zeigt es sich nur selten
Bleibt doch lieber allein
Doch es sucht unentwegt was selbst nicht heilen kann
Projeziert sich und zerbricht immer wieder daran

Wie das Gör da drüben rumläuft
Ja, da sieht man doch gleich
Dass an Stil und Intellekt
Halt nicht jedermann ist reich
Dieser Blick, diese Haltung, diese pickelige Kinn
Schreit nach Mobbing und Hass –
Mir kommen Worte in den Sinn
Die andre Kinder einst benutzten
Für mein inneres Kind
Will nie mehr Opfer, lieber Täter sein
Statt hilflos selbstbestimmt
Die alte Angst wird zu Ekel, der sich immer wieder zeigt
Wenn ein anderer Mensch die gleiche Schwäche zeigt

Du solltest dich mehr bewegen
Du wirst langsam zu fett
Deine Augenringe sagen
Geh doch früher mal zu Bett
Mehr gutes Make-up und vielleicht
Eine Schönheits-OP?
Du hast einfach kein Talent,
Hast jede Chance verpennt,
Deine Arbeit ist nichts wert,
Dein ganzes Da-Sein ist verkehrt –
Ich hör meine Mutter sprechen
Doch im Spiegel spricht mein Mund –
All die kleinen bösen Dinge:
Kindermund tut Trauma kund.


Chorus-
Das ist das, was ich sage,
Wenn ich mich in dir such
Mein inn’res Kind macht mal wieder
Einen zarten Versuch
Ist nicht gewohnt gelobt zu werden
Auch nur akzeptiert zu sein
Deshalb zeigt es sich nur selten
Bleibt doch lieber allein
Doch es sucht unentwegt was selbst nicht heilen kann

Projeziert sich und zerbricht immer wieder daran

Eigentlich
Will es nich
Mächtig und erfolgreich sein
Es sucht nach Heimat und Willkommen
Einfach anerkannt zu sein
Im Zentrum des Vertrauens
Nicht mehr in sich selbst allein
Ich fragte meine Seele
Was sie braucht und haben will
Kleidung, Sport, Sex, Nahrung –
Und da wurde sie ganz still –
Sagte: eigentlich nur Dich –
Deine Zuneigung und Freundschaft

Deine Akzeptanz an sich.

Es ist so schön, dass du da bist
Es tut so gut, dich zu sehn
Weil Deine Stimme meine Ohrn küsst
Weil wir zwei uns so verstehn
Es fühlt sich gut an, wie du kuschelst
Und mich weich, doch fest umarmst
Dein Geruch macht mich glücklich
Deine Aura voller Charme

Das ist das, was ich sage,
Wenn ich mich im Spiegel find
Mein inn’res Kind braucht meine Wärme
Und ich brauch mein inn’res Kind
Es ist nicht leicht es zu lieben
Doch niemand anderes als ich
Kann ihm geben, was es braucht –
Meine Akzeptanz an sich.

Ending:
Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit
Ich geh‘ jetz schaukeln, bin zu leben bereit

so fragil

dein kopf in meinem schoß
deine langen weichen wimpernfedern flattern leise
du schwimmst im meer der diffusen träume
und flüsterst verschlafen
dass es gut ist, dass ich dich da bin
dein arm umschlingt meine hüfte
so behutsam und so voller kraft
ich spüre deinen leisen atem
und die sonne fällt partiell durch die bleifenstergläser des wandelnden schlosses
ich liege ganz still
meine finger in deinem weichen haar
doch in mir tobt der lautlose sturm
und die gischt erreicht meine augen:
zu schön, um anzudauern, flüstern die dämonen
zu fragil die spätsommerhimmel
zu kurz die orangegoldenrote septembersonnenwärme
der winter naht bestimmt
und ich bin nackt und zerbrechlich
habe meine pelze, mein fellchen in deine hände gelegt
und mein weltenberg, meine höhle, liegt
im königreich des weit weit weg
wo mein heidehabicht kreist und mein schieferdrache schläft
die dämonen schreien, mich beschützen wollend
dumm, dumm, naiv, ein wahn ohne sinn
eine kakophonie meiner wahr gewordenen träume
denn nicht alle träume sind gut
und nicht alle wünsche weise
und die welt hat mich längst anderes gelehrt
als vertrauen und verstehen
nicht alle wandernden sind verloren
doch alle verlorenen wandern
so wie wir
auf der suche nach einer heimat
die im land des gewünschten gestern schlief
die warmen hände, die meine hüften halten
der schöne kopf in meinem schoß
die schlanken kraftvollen glieder tragen, oh, so behutsam
mein urvertrauen, mein weltenei
doch die schale hat tiefe risse
unverschuldet von dir
und nun in deinen liebevollen händen
so fragil
so fragil
so zerbrochen
wie dein eigenes

Gefährten

ich wach deinen armen auf
und wieder bleibt die welt stehn´
eingefroren in kristall, warte ich drauf
dass deine augen wieder tief in mich hineinsehn´
dein warmer atem streichelt meine rauen stellen
in meiner seele kommt ein stückchen haut zurück
die wüste blüht in diesem liebevollen regen
fühlt sich fast an als wenn man hier zuhause ist

manchmal
macht die macht dir ein geschenk
ein leuchtfeuer, ein stern, der norden zeigt
so viele kreise tief in kreisen, dass ich denk
das glück lächelt zu mir geneigt
und ich weiss, dieser augenblick ist kostbar
in meiner seele ist es endlich still
fühl mich in dir in mir selbst angekommen
vertrau behutsam diesem gefühl

ich wach in deinen armen auf
und alle dämonen schweigen
in so vielen geschichten sind sie da
und dir kann ich sie alle zeigen
weil du sie nicht bekämpfst, du siehst ja, was sie sind
vergangenes ich, traumatisiertes kind
und hier stehn unsere kinder-ichs
hand in hand im sturm zu zweit
hexe und krieger halten wacht
wir haben einander befreit

ich wach in deinen armen auf
und ich freu mich auf die heutigen geschichten
zwischen alltag, larp und star wars
meer und geflüsterten gedichten
wehn die winde um das wandelnde schloss
und der regen lässt die leinen los
haut an haut singt schwarze tinte ihr lied
so ein geschenk, dass es dich gibt

Erzähl mir, Meer

erzähl mir,meer
wohin die wellen rauschen
wohin die gischt sich auflöst
wo der sonnenstrahl vergleißt
erzähl mir, meer
warum die wellen sich verbiegen
warum die gischt sich kräuselt
wo das gold des lichtes bleibt

denn am ufer, da beginnen
und enden träume viel
auf den sommer folgt september
verglüht im farbenspiel
denn am ufer wohnt die seele
der se(e)hnsucht altes lied
und ich spüre, wie ihr schimmern
sacht im sand erblüht

Manche Wesen / Wie schön

Manche Wesen schaffen Räume
Die andern ein Zuhause sind
Wo Bedürfnisse und Träume
Wirklich wahrgenommen sind
Wo keine Wertung geschieht
Wo alle angenommen sind
Einfach weil die Lebenslieder
Zur Symphonie geworden sind

Wie schön, dass es euch gibt

Manche Wesen halten Räume
Die andern ein Zuhause werden
Weben Wege in die Träume
Und sie kitten alte Scherben
Mit so liebevollem Gold
Aus Offenheit und Färben
Horizonte neu gewollt

Wie schön, dass es euch gibt

Manche Wesen heilen Räume
Weil sie einfach existiern
Voll Vertrauen in das Leben
Durch die Stürme navigiern
Egal wie es dir geht
Sie werden dich neu inspiriern
Lassen dich bei dir ankommen
In allen Farben changieren

Wie schön, dass es uns gibt

Nostalgie

(Melodie Intro und Outro: „Am Brunnen vor dem Tore“, Volkslied)

Es gibt solche Momente, die sehr nostalgisch sind
Du weißt schon, Meeresrauschen und Zweige im Sommerwind
Dazu gehört auch jenes “Ach, war das damals schön““ und jenes unbequeme
„Wollen wir uns nicht wieder sehen?“ „Wollen wir uns nicht wieder sehen?“

Weißt du noch, ganz unschuldig fing das damals mit uns an
Wir sind ins Bett gefallen paar Tage später kamst du an
Wolltest alles von mir wissen und wie es mit uns jetzt weitergeht
Und wie man’s halt so kennt ham´wa uns den Kopf verdreht
Und ich dachte mir schon damals: „Mann, das geht nicht gut!“
Doch so naiv, wie man halt is, hat man’s halt mal versucht
Ein paar strittige Jahre später zeigt sich, was gut harmoniert
Bis auf Sex war da fast nex; aber mei, wenn’s halt plaisiert…

Und so trennte man sich fürchterlich; und war doch dabei so erleichtert glei
Und man schwor sich ein nie wieder; doch jetzt fuhr´s dir in die Glieder
(Okay, ins Glied. Was hier wohl das gleiche ist,
anscheinend haste mich da ja am meisten vermisst)
Und du schriebst mir ganz unschuldig „Wollen wir uns mal treffen?“
Öh… Nee… Baby… Hast du da nicht was vergessen…?

Es gibt nicht viele Dinge, die aufgewärmt gut sind.
Dazu gehören Eintopf und frischer Frühlingswind.
Doch etwas ist ganz sicherlich und niemals ideal:
Dates mit einem Ex enden meist katastrophal!
…Enden meist katastrophal!

ich bin die frau, die aus der kälte kam

oh, es is schon wieder sommer
dabei war´s doch grad noch kühl
und jetzt sind es doch schon wieder 40 grad gefühlt
wenn ich eine sauna wollte hätte ich eine im haus
und die harte strahlung macht mir bald den gar noch aus
ja, gegart, das ist das wort, das für sommerhitze steht
schön gegrillt vom ozon und erst als kohle umgedreht
nie und nimmer sind das angenehme 28 grad
da steht die 3 davor, das fühlt sich an wie hochverrat!


ich bin die frau, die aus der kälte kam und ich will meinen winter zurück,
meine blesse noblige behalten, ich bin doch nicht verrückt;
andre werden braun, doch ich werd nur zum krebs
und wenn de mich fragst, ich kenn keinen, der auf rote nasen steht…

oh, ich wollte bahn fahren, doch dieser plan ging schief
denn in jedem shice abteil steht der schweissige mief
überall pheromone, die den namen nicht verdienen
ich denk da eher an road kills und urinverklebte schienen
und die sitzen da so rum und schwülen mich so warm an
so auf die art, es is sommer, baby, komm mal ran – bwaah,


ich bin die frau, die aus der kälte kam und ich will meinen winter zurück
meine melancholie behalten, ich bin doch nicht verrückt;
andre kriegen sommerlaune, doch ich werd zum misanthrop;
alle andern wollen feiern und ich fühl mich nur bedroht (und werd rot…)

meine terrasse hat nen schattenbaum und der ist mein bester freund
der hilft die hitze abzuhalten und flüstert so verträumt
ha, verträumt – wenn man ihn nur hören könnt
zwischen rasenmähern, fliesenbohrern, besoffenen im unterhemd
planschenden kindern und dem wehgeschrei genervter eltern
die sich dachten, kauf nen pool und du hast ruhe von den bälgern
jetzt seh´n sie ein im winter war das alles schön verschneit
und sie war´n völlig legitim vom heissen glühwein breit…


ich bin die frau, die aus der kälte kam und ich will meinen winter zurück
will meine ruhe mir bewahren, ich bin doch nicht verrückt
liebes klima, lass mal lieber alles schön so wie es ist
ich hab für dieses leben wirklich schon genug geschwitzt!

die sonne verbrennt meinen kadaver, gerecht ist das nicht.
Gerecht ist eine stadt in niederlande
Und die ham zumindest wind in sicht!
island ist so schön und ein erstrebenswertes ziel,
bei 4 kilometer die stunde, wie lange bin ich dendrophil und braucht ein federball flossen?
die hitz ist meinem hirn zu viel,
vom schweiß in den augen ist die sicht dahin
und ich fühle mich als sei ich
nicht erst posthum in der Hölle drin…


ich bin die frau, die aus der kälte kam
und ich will die kälte zurück
will heisse tees und gute bücher
ich bin doch nicht verrückt
dieses geplärr um die hitze, jedes jahr der gleiche mist
ich befürcht ja, es schmilzt das hirn
je mehr man schwitzt

Verrückte alte Katzenlady

Jetzt bin ich im so genannten mittleren Alter
Mittleres Alter, ha! Die Mitte von was?
Biologisch bin ich 30 (und gefühlt schon 40)
Mein Kopf ist 70 und meine Psyche lacht sich schlapp;
Ich bin ganz bestimmt 99
Und bin doch sieben geblieben
Manchmal fühle ich mich wie 20
Und am nächsten Tag voll ranzig
In der Typ-Beschreibung war das nicht beschrieben!
Über mein wahres Alter hab ich mich noch nicht entschieden…

Denn ich bin und ich war und ich werde stets
Eine verrückte alte Katzen Lady bleiben
Mit dem Hut auf dem Hirn, längst imaginär
Kann ich mich selbst immer besser leiden
Jedes Jahr werde ich besser, noch besser verrückt,
Jedes Jahr bin ich von mehr Dingen entzückt
Jedes Jahr werde ich jünger und bleib uralt im Geist
Das ist bei Katzen-Ladies so Standard meist
Das ist bei Katzen-Ladies so Standard meist
Das ist bei Katzen-Ladies…. so Standard meist

Mein Report war umfasst inzwischen über 70 Miaus
Und auch mit Schnurr- und Knurrgeräuschen
Kenne ich mich aus
Ich werde wirklich furchtbar gern am Rücken gestreichelt
Und ich schätze es durchaus, wenn man mir schmeichelt
Doch nicht zu viel! Genuss gehört wohl dosiert
Sonst ist das Umfeld schnell mit Katzenspuren verziert….

Apropos Standard: na, den kannst du dir schenken!
Willst du meine Zeit, musst du besonders denken:
Ich will gefüttert werden mit Fantasie
Doch was ich wirklich wirklich will, errätst du wohl nie
Ich bin die Katz, die ihre wilden weisen Weiber-Wege geht
Ich bin die Lady, die sich nur mit Lady-Katzen versteht

Also willst du in mich werben, dann lass dir Zeit
Bist du sie denn wert, meine Aufmerksamkeit?
Wenn ich mich sicher fühle, dann schenke ich mich ganz
Doch wenn du Unsinn mit mir treibst, fresse ich dich ganz
Hoch auf den wilden Hügeln wilder Wälder ist mein Zuhaus
Die laute Menschenwelt ist und war mir stets ein Graus

Denn ich bin und ich war und ich werde stets
Eine verrückte alte Katzen Lady bleiben
Mit großen Augen und Ohren und einem Schnurrbart im Gesicht
Kann ich mich täglich immer besser leiden
Jedes Jahr will ich wilder, wilder genießen
Mich jedes Jahr zu immer mehr Kätzerei entschließen
Der jedes Jahr werde ich mehr ich und nonkonform im Geist
Das ist bei Katzen-Ladies so Standard meist
Nur, dass du´s weißt:
Das ist bei Katzen-Ladies so Standard meist
Das ist bei Katzen-Ladies so Standard meist

Jungfräuliches Papier

Jungfräuliches Papier hat immer etwas Magisches.

Es ist dir, als könntest du die Linien darauf erahnen, schon die ersten unwirklichen Worte sehen, sie erfühlen, wie uralte unbekannte Tempel-Fresken, nur darauf lauernd, ihre uralten brandneuen Geheimnisse preiszugeben.

Der Stift erweckt sie zum Leben, irreversibel, Graphit auf Papier, grau auf weiß, und nichts ist je wieder wie vorher.

Die Worte winden sich im Kopf, wie purpurne und goldene Schlangen, seltsam unvertraut und doch Kinder meines eigenen Ich´s.

Ich schreibe sie buchstäblich fest, pinne sie fest wie glitzernde bunte Schmetterlinge, silbern auf weiß, und die Zeit lässt sie verblassen.

Irgendwann sind sie Staub, und ein Druck presst sie zu Graphit, und irgendwann schreibt jemand mit meinen Worten vielleicht neue Worte, noch ungesehen.

to be perfect

perfekt.. ist ein seltsames wort. kommt aus dem lateinischen: etwas vollenden. ich will niemanden, der vollendet ist. ich will gemeinsam mit dir wachsen, dich aufblühen sehen, dich beim scheitern und wieder aufstehen begleiten, beobachten, wie das leben dich verändert. wie du alterst, und jeden tag mehr in dich selbst, in deine lebensgeschichte hineinwächst. ich werde dich immer ganz anders sehen als du dich selbst. und das ist gut so. du bist in deinen stiefeln viele meilen ohne mich gelaufen, und du weisst, wo sie drücken, und wo sie weich sind, und wo sie schmerzen, weil die sohle dünn geworden ist. ich kenne nur wenige geschichten davon, die blasen, die dabei entstanden, und die schuhabdrücke auf dem weg, und die gravuren und kratzer. einfach.. deine. unique. unverwechselbar. und umgekehrt.. lernst du meine genauso kennen. ich zieh mir deine schuhe nicht an – sie würden nie passen – und nicht darin laufen, weil deine fußabdrücke nunmal deine sein müssen. aber sie faszinieren mich, und ich hüte diese geheimnisse und geschichten, weil ich eben nun mal eine hüterin bin. und ich betrachte sie mit den augen einer hüterin: jedes kostbar für sich. das alles bist: du. das alles warst du. du. mit all der grossartigen ambivalenz, die dich zu dem wesen macht, das du bist und werden wirst. also bitte: hab nie den anspruch, „vollendet“ zu sein. der weg bringt das ganz von allein mit sich, wenn wir irgendwann umfallen. lass mich einfach mit dir gemeinsam diese seltsame welt erkunden, diese merkwürdigen wege laufen. manchmal werd ich dich dabei tragen. manchmal du mich. aber wir kommen weiter. and then let me love you for just keep going on. let me love you any way. any. motherfucking. way.