Warum, Krallentanz, schreibst du Songs?

Obacht, Triggerwarnung.

Ich verarbeite grade meine vergangenen Beziehungserlebnisse in Songs – mal aus der Perspektive des Partners, mal aus meiner.
Ich kann in meiner Kunst sehr viel mehr ausdrücken als im Gespräch: in der Kunst funkt nicht mein Stolz dazwischen. Da kann ich einfach… ungefiltert sein.

Mir helfen solche Lieder (zB von Anett Luisan) selbst sehr gut beim reflektieren, und wenn der eine oder andere Text anderen hilft: Ziel erreicht!

Ich schreibe nicht für Fame, Kritik oder Lob.
Sondern aus einem Bedürfnis heraus, meine Gefühlswelt benennbar zu machen und auszudrücken.
Und damit anderen zu zeigen: hey, du bist nicht allein.
Ich bin genausp verrückt. Jeder ist ein Depp, ein Irrer, ein Liebender, ein Freak. Auch du und ich.

Gerade du und ich!

Stay wild!

Borderline liebe mich

(Songtext)

Borderline liebe mich

Komm, Babe, wir spieln ein altes Spiel

Es heisst Geh-her-geh-weg, ein Miteinander ist das Ziel

Wir kenn‘ das beide gut, wir ham‘ das immer schon gekannt

Sind doch schon unsre Eltern vor sich selbst weggerannt

Und wir bleiben stets ganz eloquent

Unsicher ambivalent

Der erste Tag mit dir ist magisch angehaucht

So ein Farbenspiel, immer neu und unverbraucht

Wir verschmelzen ineinander, Symbiose pur

Noch nie wars so intensiv, so Wärme pur

Wir teilen alle Ebenen, jeder Kuss ist ein Gebet

Vergessen alles drumherum und die Realität

Und wir bleiben stets ganz eloquent

Unsicher ambivalent

Der zweite Tag mit dir ist eine schöne ruhige Zeit

Wir harmonieren gut, und tun alles zu zweit

Die ersten Zweifel schleichen sich ein

Hoffentlich lässt du mich nicht wieder allein

Und wir klammern uns wie die Kinder, die wir einmal warn

Aneinander, nutzen allen unsern Charme

Uns zu binden, festzuhalten, und die Reibung beginnt

Weil wir wieder mal vergessen dass wir keine Kinder sind

Und wir bleiben stets ganz eloquent

Unsicher ambivalent

Der dritte Tag beginnt mit einem unfairen Streit

Bis zum ersten Eklat ist es nun nicht mehr weit

Bevor du gehst geh ich, so bleib ich kontrolliert

Weil ich weiss was sonst mit meinem Geist passiert

Bevor ich dich verletze, verletz ich lieber mich

Und stoß dich von mir weg, damit rette ich mich

Und wir bleiben stets ganz eloquent

Unsicher ambivalent

Nach ein paar Tagen suchst du mich

Und mir fällt ein Stein vom Herzen

Endlich bist du wieder da

Endlich keine Trennungsschmerzen

Und wir hoffen, dass das niemals wieder so passiert

Doch das Bindungsmuster bleibt nunmal inszeniert

Toxisch und zerrüttend, es ist was es ist

Und keiner weiss, was er eigentlich vermisst

Was wir suchen könn wir uns nur selber geben

Für uns selbst und unsre Selbstliebe leben

Lange Jahre, die Spiral’ geht immer tiefer

In die ureigene Hölle, und die Bahn wird immer schiefer…

Doch zu meinem kranken Glück

Brauch ich immer wieder den ersten Tag zurück

Ich hab noch niemals nen Sarkasmus vorgetäuscht

Ich hab noch niemals einen Sarkasmus vorgetäuscht

Hallo liebes Gegenüber, na, wie geht´s denn heute so?

Ham´ sie schlecht geschlafen, war´n sie schon auf dem Klo? 

Oh, ihre Lieblingsserie …wurde abgesetzt?

Nein, wirklich, ich bin …sowas von entsetzt!

Die Kollegin ist zu blöd? Mei, wie unangenehm!

Und ihr Arbeitsplatz wirklich, ehrlich unbequem?

Ich kann mir gar nicht vorstellen, woher das kommen mag…

Sie sitzen doch nur an ihm fest den ganzen Tag!

Ja, die Hose steht dir wirklich, es ist nur zuwenig da.

Nein, nicht von dir, von dem Hosenstoff, ganz klar!

Selbstverständlich macht der Kuchen dich auch nicht dick. 

Es liegt auch absolut nicht am 3., 4. Stück. 

Leute, ich gesteh´, ich mag es kaum erwähnen

Aber warum soll ich euch noch weiter damit quälen

Bevor ihr fragt, warum mein Ex sich jetzt besäuft:

Ich hab´ noch niemals nen Sarkasmus vorgetäuscht.

Nein, natürlich mag ich dich, schliesslich kennen wir uns kaum

Leute, die ich länger kenne, hängen irgendwann im Baum

Mein Humor ist wie Essen – hat nicht jeder

Dafür fliesst er rabenschwarz aus meiner Feder

Es macht mir gar nichts aus, wenn du dich hierhin setzt

Die Anstandsregeln hast du ja optisch schon verletzt

Du kannst ja nichts dafür, aber sei doch bitte still

Deine Reaktion verletzt mein Feingefühl

Ja! High Five! Oh, das war dein Gesicht?

Wenn ich es nochmal tue, sieht man das nicht

In dir steckt etwas Gutes, auch wenn´s mein Messer ist

Das tu ich doch nur damit du mich nicht so vermisst… 

Leute, ich gesteh´, ich mag es kaum erwähnen

Aber warum soll ich euch noch weiter damit quälen

Bevor ihr fragt, warum mein Ex sich jetzt besäuft:

Ich hab´ noch niemals nen Sarkasmus vorgetäuscht.

Ja, er ist der Allergrößte, ich hab noch nie sowas geseh´n 

Oh, du hast neben meinem Strap-On den Dildo überseh´n?

Nur für dich werf ich mich so in Positur

Aber Liebling, ich versteh dich nicht, was hast du nur..?

Diese Blumen sind für dich. Sind sie nicht wundervoll?

Ham ´ mich sofort an dich erinnert, find´st du sie nicht toll?

Kakteen sind genügsam, und so preiswert obendrein

Nein, nichts zu danken, du bist doch sonst so allein…

Ich hab dich schon verstanden und es ist mir durchaus klar

Das nicht jede Hebamme so unvorsichtig war

Aber jeder trägt sein Päckchen und das ist schon okay

Dummheit tut ja nur deinen Mitmenschen weh

Lob des Narzissten

jetzt sind wir getrennt.

und ich hab ganz verpennt

dir zu sagen, warum und wieso

doch du weisst doch sowieso:

baby, es lag nur an mir

du konntest niemals 

auch nur ein bisschen was dafür

denn du warst immer

viel zu sehr perfekt

oh baby, ich hab das leider viel zu spät entdeckt

dein horizont war so gigantisch

er schloss ganz den meinen ein

und nicht pedantisch, nee!

perfekt wolltest du sein

und ich idiotin! ich hab das nicht erkannt

in meinem starrsinn glich ich viel zu oft der wand

selbstverständlich dachte ich zu wenig mit

du folgtest mir dummerchen

deshalb stets auf schritt und tritt

und deine eifersucht war immer meine schuld

schliesslich hab ich dich stets zu wenig abgeholt

deine grösse haben alle stets verkannt

doch du nahmst mich ja rettend an die hand

so ganz allein in der welt wär ich doch nur verlorn

nur deshalb lagst du mir ständig in den ohr‘n

entscheidungen zu treffen ist nichts für eine frau

deshalb nahmst du mir sie ab, 

vielen dank, du warst so schlau!

das ich nur dich brauch hast du auch vorhergesehn

denn deiner schönheit konnt´ noch keine widerstehn

baby, es lag nur an mir

du konntest niemals 

auch nur ein bisschen was dafür

denn du warst immer

viel zu sehr perfekt

oh baby, ich hab das leider viel zu spät entdeckt

als ich dann ging, da sah ich´s endlich ein

das war so dumm von mir

und jetz´ bleib ich wohl allein

so einen mann wie dich werd ich wohl nie wieder kriegen…

ja… 

sowas wie dich lass ich ab sofort links liegen! 

baby, es lag nur an dir

ich konntest niemals 

auch nur ein bisschen was dafür

denn ich warst immer

für mich ganz perfekt

oh baby, ich hab das leider viel zu spät entdeckt

Erwartungshaltung

Ich vermisse nicht dich

So ein wunderschöner Mensch

Mit so wundervollen Augen

Oh, so braun, blau grün und grau

Und ich kann es gar nicht glauben

Dass mich dieser Mensch so sehr fasziniert

Obwohl er mein Beuteschema kaum touchiert

Eigentlich denke ich ich steh auf blond

Auf blaue Augen, und ein Mienenspiel gekonnt

das so gekonnt Mit allen Wesen zu flirten vermag

Schlank und wild den ganzen Tag

Eigentlich denke ich mags verrückt

Aber warum hat mich dann dieser Mensch entzückt

Der so normal und brav zu leben scheint?

Und plötzlich alles Gute in sich vereint?

Liebe ich DICH oder sehe ich nur

Meine Erwartungshaltung in Reinkultur?

Oh, du stehst auf irgendwas? Das tu ich plötzlich auch!

Wir haben so viel gemeinsam!

Und gerad weil ich dich brauch

Fühln wir uns beide nicht mehr einsam.

Ganz egal was du denkst es ist deins

In meiner Wahrnehmung war es schon immer meins

Was nicht passt, wird perfekt gedreht

Auch wenns der Realität genau entgegensteht

Jetzt verhälst du dich verwirrend und das kann ich nicht begreifen

Warum lass ich mich von dir für Dinge anpfeifen

Die du doch genauso sehn solltest wie ich

Machs doch wie ich, ich verstehe dich

Alle Signale die du sendest sind mir sonnenklar

Auch wenn die anderen sie anders deuten

Du bist einfach wunderbar – so wie ich

Liebe ich DICH oder sehe ich nur

Meine Erwartungshaltung in Reinkultur?

Du wirst meine Obsession, ohne dich bin ich verloren

Mein Tag dreht sich um dein Gesicht, ich bin bis über beide Ohren

So sehr verliebt in dich, und so werde ich blind

Seh nicht mehr die Dinge, so wie sie sind

Es war einmal

Es war einmal…

Da ham wer doch schon wieder einmal eruiert

Was da mit Männern und mit Frauen einfach so passiert

da suchen sie ein Märchen

Und was wird dann daraus?

Der Frosch will seinen Teich zurück, die Fee ihr Schneckenhaus

Es war einmal, vor langer langer Zeit

Da war´n die Feen noch sexy

Und es gab Prinzen weit und breit

Und die war´n alle so motiviert, und keiner geisteskrank

Die schoben die Probleme einfach auf die lange Bank

Es war einmal, war dazumal

Und dazumal kann es bleiben

Du kannst dir heut ganz wunderbar

Ein eigenes Märchen schreiben!

Damals nahmst du dir ein Schwert und es hieß: Rübe ab!

Heute hält der Schwiegerdrachen das ganze Haus auf Trab

Da erzog´ste dir dein Ungeheuer schnell bis Mitternacht

Und da haben dir die Typen noch die Schuh vorbeigebracht

Heute sind das Fetischisten, und suchst du einen Mann da

Glaub´ ja nicht deiner Oma, das war miese Propaganda…

Es war einmal, war dazumal

Und dazumal kann es bleiben

Du solltest dir heut ganz wunderbar

Dein eigenes Märchen schreiben!

Noch heute denken alle mit der Hochzeit ist´s perfekt

Und ab dann verläuft das ganze Leben nur noch wie geleckt

Ja, die Spuckespur bleibt kleben, und dran der Ehvertrag

Und dann gehts mit dem ganzen Märchenkram superschnell bergab

Hast du dich nie gefragt, wie die Geschichte weitergeht?

Die beiden knutschen, Vorhang fällt und das Licht wird abgedreht…!

Es war einmal, war dazumal

Und dazumal kann es bleiben

Du solltest dir heut ganz wunderbar

Dein eigenes Märchen schreiben!

Doch woher glauben wir den ganzen Mist zu wissen?

Rein rational machts keinen Sinn

Wir ham´doch längst begriffen:

Bleib´ bei deinem Drachen, Frau, der hat noch lange Feuer

Und ihr Helden wisst doch längst: Prinzessinnen sind teuer…

Endlich is Ruh

draussen tobt dr sturm

un es zieht mich naus

wo mer ahh hieguckt

s werd frieden draus

denn dr schnee deckt alles un jeden zu

dr hall verweht, endlich is ruh

dr hall verweht, endlich is ruh

stand iech doch als kend scho

do druum auf dr höh

en wend in de haar un im herzen e weh

wer su gern mit dr de wolken do hoch uuum gezuugn

hätt mei haamit beschneit und mit frieden ieberzuugn

hätt mein haamit beschneit un mit frieden ieberzuugn

itze tanz iech mit de flocken

spür mei haad schläft scho ei

ho die hiechel in de knochen

un mei wald wiecht mich ei

un mei schnee deckt alles un jeden zu

dr hall verweht, in mit is ruh

dr hall verweht, endlich is ruh

Drown in a snowflake

When i woke up

I feel like

Drown in a snowflake, be like

Snowwhite in glass, a white bride

Awaiting the moon

Sun shines too bright, i refuse

To stand my mind, i could loose

Everything that i would choose

Grown in dark soil

None-Birthday-Partys are my

Hatmasters brilliant game play

Demons drink tea just my way

Mice choose to drown

Drown in a snowflake, be like

Snowwhite in glass, a dead bride

Kiss myself a wild goodnight

Stay asleep through that day

Die Wortanglerin

die wortanglerin

manchmal schwimm ich durch die sprache

worte in meinem kopf wie tang im meer

der geistesblitzaal schlängelt sich hindurch

das neunauge aus bildern guckt so leer

weil ichs so so viel bunter haben mag

als diese harte sprache zu klingen vermag

chorus:

und so schwimm ich drumherum

und ich fühl mich taub und stumm

und die worte klingen hohl und leer

und so denk ich ich bin falsch

mit diesem sprachknebel im hals 

und ich bleib zurück im meinem seelenmeer

horch, die worte die ich suche

klingen ————— und —- —- ————

sind so dunkelhell wie schnee im morgengrau

sind ein rötlichkaltes gelbschwarzgrünes blau

schmecken kupfersüß und ingwermild zugleich

schweben seidenhart und haaresbreit im reich

meiner zunge die sie tritt im riesenschritt

dieser faden ist zu breit für meine kleine nadel

hundert enden, eins will immer nicht ins öhr

meine zungenhände nicht von solchem adel

als dass dieser stoff zu meiner kluft gehört

und so werde ich zum gaukler 

bunte fetzen auf der haut

frei und glänzend faszinier ich

und bleib doch immer unvertraut 

Die Wortanglerin

die wortanglerin

manchmal schwimm ich durch die sprache

worte in meinem kopf wie tang im meer

der geistesblitzaal schlängelt sich hindurch

das neunauge aus bildern guckt so leer

weil ichs so so viel bunter haben mag

als diese harte sprache zu klingen vermag

chorus:

und so schwimm ich drumherum

und ich fühl mich taub und stumm

und die worte klingen hohl und leer

und so denk ich ich bin falsch

mit diesem sprachknebel im hals

und ich bleib zurück im meinem seelenmeer

horch, die worte die ich suche

klingen ————— und —- —- ————

sind so dunkelhell wie schnee im morgengrau

sind ein rötlichkaltes gelbschwarzgrünes blau

schmecken kupfersüß und ingwermild zugleich

schweben seidenhart und haaresbreit im reich

meiner zunge die sie tritt im riesenschritt

dieser faden ist zu breit für meine kleine nadel

hundert enden, eins will immer nicht ins öhr

meine zungenhände nicht von solchem adel

als dass dieser stoff zu meiner kluft gehört

und so werde ich zum gaukler

bunte fetzen auf der haut

frei und glänzend faszinier ich

und bleib doch immer unvertraut