Verliebtheit ist eine psychische Angina

Mein Anti-Verliebtheitssong. 🙂

da reden die leut von schmetterlingen

und anderen lustigen flatternden dingen

dabei ist die verliebtheit ein seltsames ding

und für den alltag ja mal so gar kein gewinn

verliebtheit ist eine psychische angina

du hast nen tinnitus im hirn

und dein verstand geht mondspaziern

du hast mücken im ohr

und dein sehfeld schränkt sich ein

jeder arzt würde sagen, ey, bleib im bett daheim

verliebtheit ist eine echte männergrippe

ständig fieber und ein gang wie mit 3 promille

deine zunge scheint kaputt und der kloß im hals ist groß

deine artikulation bewegt sich zwischen herz und schoß

und vom bauchgefühl brauchen wir gar nicht zu reden

dein magen nur noch flau so als hätt dich wer getreten

deine extremitäten tropfen schweissumflort

oder zittern voller unsinn so als wärn sie baldigst tot

deine haare werden spröde und die pickel spriessen freudig

deine haut fängt an zu glänzen und dein schweiss riecht… naja, räudig!

und wir fang‘ gar nicht erst an von deinen augenringen

mit den’ könnte man grade ganze meere bezwingen

verliebtheit ist eine psychische angina

du hast nen tinnitus im hirn

und dein verstand geht mondspaziern

du hast mücken im ohr

und dein sehfeld schränkt sich ein

jeder arzt würde sagen, ey, bleib im bett daheim

du schreibst songs und gedichte die sich gar nicht reimen

von irgendwelchen wimpern und frühlingssonnenscheinen

dabei fühln sich deine an als wärn sie nur noch verklebt

und die sonne siehst du nicht weil du nur noch am handy klebst

ahhh, endlich ruft er an!!

die gitarre ist passé

und dein gekichere klingt so als hätt‘ste ein‘ im tee

und dann kommt eine flaute.

er schreibt nicht mehr zurück.

zwei volle stunden!!! was für ein unglück!

du hörst system of a down

und verstehst den sänger blind

weisst jetzt warum die metaller

immer so überemotional sind

er wird dich ganz bestimmt verlassen

und dein ego ist defekt.

ha! jetzt ist alles wieder gut! er hat seine mails gecheckt!!

verliebtheit ist eine psychische angina

erst holt sie dich ein, dann holst du sie dir wieder

und du redest dir ein, es war schön, du alter lügner

weil du masochistisch bist und ausserdem

ist ein kampf dagegen so …unangenehm…

mei oide is veganerin

mei oide is veganerin

Es ist wahr, ich schwörs euch, glaubt mir, ich habs erlebt!

Sie war ja so ein Engel

Ich war ja so verliebt

Eines Tages schaute ich

Ich bin ja nur ein Mann

Eins von diesen schönen roten Steaks beim Fleischer an

Ich zog auch gleich mein Geld heraus

Um es mir zu jagen

Da hör ich glatt – ich werd verrückt! – mein Weib von ferne klagen!

Ich glaube ich bin

Verraten und verkauft

Ich bin

Lalalalala

Mei Oide is Veganerin!!!

Sie war so rein und anständig und quatschte von Ethik

Dass Fleischkonsum ein Grauen sei

Und ausserdem mache es dick.

Auch Eier seien quälurant

Und Milch für Babys da

Ich sei ein hundsgemeiner Mörder!

Da wurd mir eines klar:

Ich glaube ich bin

Verraten und verkauft

Ich bin

Lalalalala

Mei Oide is Veganerin!!!

Da dachte ich: na warte, was die kann, kann ich auch!

Ich weinte laut die Möhren an

Und zeigt‘ auf ihren Bauch:

Du Mörderin!!! rief ich entsetzt,

Hast du denn kein Gewissen

Dass du die arme Pflanze grad

Aus dem Mutterschoß gerissen?!

Ich glaube ich bin

Verraten und verkauft

Ich bin

Lalalalala

Mei Oide war Veganerin

Ich sage euch, die war ja schon

Immer nicht ganz dicht

Doch jetzt ist sie erleuchtet

Jetzt isst sie nur noch Licht

(frei nach JBO)

so this is tinder

C am

the night found two nerds on social

C

media / deadpool is laughing and we‘re so

am dm C

comedia / you heard it whisper didn‘t you?

G G7

Is it true, that..

C

This is tinder /

F

don‘t you worry about your brain /

dm

the closer you get /

G

make sure the whine is read/

G7 C

y and get some strange refrain

C am

Get some caffeine and sugar for your brain

C Am

Alcohol could may be a fuckin’ strain

dm C

But the hangover‘s worth that, isn‘t it?

G G7

Just a little bit…

P(hilanthropischer) M(enschen) S(chreck)

P (hilanthropischer) M (enschen) S (chreck)

wenn der kessel so schwer wie das meer ist

und die seelensteine felsen werden

sprüht die gischt der tränensee

meine wangen salzig nass.

hinab, hinab in die schweren wogen

zieht es mich hinunter

ein mensch zu sein ist so schwer,

kleine holde meergöttin.

in wellen schwappen die pmsozationen

und kein märchen, das nicht bitter nach erinnerung schmeckt.

es treibt mich hinaus aus meinem körper

in kleinen roten schüben

auf dem gesicht und den schultern

ach, fang doch einfach weiter unten damit an,

du dummer körper, du!

wenn du unbedingt loslassen üben willst,

dann menstruiere einfach mal eine woche früher!

stattdessen machst du …drama!!!

willst gesehen werden, willst dein leiden zelebrieren, vergiftest meine stimmung mit deinen kapriolen, meinen geist mit gedankenkreisen, meine haut mit pickeln, meine haare mit einem übermass an fett, willst alles haben was du dann doch nicht verträgst, hasst es ganz furchtbarlich zu kuscheln und willst unbedingt sex, den aber bitte nur kurz, um danach ausgiebig gekuschelt zu werden, um sich danach lauthals zu beschweren, dass ausgiebiger sex auch mal wieder schön wäre: und ausserdem.

jede liebesszene, jede fimromantik wird schluchzend mitverfolgt,

du willst kreativ sein.

nein, dein notizbuch hat die falsche farbe. so geht das nicht.

die gitarre ist genauso unfähig wie die ocarina. vom mikro ganz zu schweigen.

lammschinken in knoblauch-rotwein-rosmarin-sauce wär jetzt gut. aber bitte ohne histamin! weil du grade erst eine komplette schokoladentorte vernichtet hast, inklusive dreier espressi selbstverständlich.

der absinth schaut lauernd. und lacht einen tag später schallend, wenn deine mens wermutalkoholtrunken vieeel zu stark einsetzt.

frau sein kann soooo sch…ön sein!

Lughnasad in allen Dingen

Fand in alten Sonnenstrahlen

Alte Töne, alte Namen

Grün zu Grau und Schwarz zu Gold

Holleweisheit sei mir hold

Lass uns Gold/Ruhm zur Reife bringen

Des Erntekönigs Lieder singen

Lughnasad in allen Dingen

Die das Land erzählt

Fand in alten Ährenholmen

Alte Stätten, alte Dolmen

Grau zu Weiss und Gold zu Blau

Am Himmel tobt die Seelenschau

Fand in alten Knochensteinen

Muscheln, die das Meer beweinen

Weiss zu Rot und Blau zu Grün

Im See die neue Sonne schien

weinselig

fließende tage aus meer gemacht

gespräche so tief aus seelen gedacht

grautrübe schatten scharfrot umrahmt

zahnt vergangenheit ein nüchternes ich.

bin ich´s noch oder bin ich´s nicht?

bin ich´s wieder oder spricht der wein?

komm, wir lassen die ketten sein

und spielen zu viert.

was das wohl wird?

Rotgefiedert tanzt Milan

Rotgefiedert tanzt Milan

Rotgefiedert tanzt Milan

Über Wiesenfelder blank

Wolken ziehen drüber hin

Jeramuster, Erntedank

Meine Welt scheint zu schlafen

Ein Ton perlt vorbei

Das Gemurmel des Lebens

Floss im Sommer vorbei

Schau, ein neuer Faden Farbe

Glüht im Netz des Wyrd

Runensang in den Bäumen

Wo sich mein Geist verliert

In den Federn des Milan

Hell die Sonnenwärme loht

Meine Haare werden Federn

Leuchtend in neuem Rot

Rotgefiedert tanzt Milan

Grillen spiel’n ihr altes Lied

In den Bäumen rauscht Eiwaz

Meine Zeit ein Farbendieb

In den Federn des Milan

Hell die Sonnenröte loht

Meine Flügel, mein Sturmwind

Himmelsblau wird zum Sog

sich fallen lassen

sich fallen lassen

die flügel öffnen

und sich nach hinten fallen lassen

die leere gähnt in der erinnerung

und schaudernd fallen dunkle federn –

und angst vor einem aufprallen

erneut

schläft tief in der brust.

sich verbiegen

mit den fingerspitzen die zehen berühren

sich selbst halten

das rückgrat überbeugen

nur ein weg, nicht zu zerbrechen

doch keine hingabe

an das leben

noch nicht einmal

an sich selbst.

ich will wieder vorbe-haltlos –

fallen können dürfen

in arme, die meine knochen nicht brechen

in denen ankommen kein aufprall ist

sondern ein zartes willkommen

behutsam alle federn achtend

dass keine einzige knickt –

weil das wissen um die kostbarkeit des augenblicks

das windspiel ihrer schönheit ist –

hast du die arme

die ein sich-fallenlassen

in ein gemeinsames fliegen verwandeln können?

Schwarze Federn

schwarze federn auf meinem pfad

und die gischt staubt auf

zersplittert die wache welt in 

tausende farbtröpfchen –

multiversum in sich selbst.

schmetterling meiner psyche

spiegelt sich in tagträumen

behutsam zerfliesst meine stärke

in vermeintlichkeiten.

in der stadt der bunten lampen

zelebriert amaranth shiva’s uraltes lied

denn des königsgauklers pfad

ist heute nicht meiner.

heute will ich meine lampe lohen lassen

und die schönheit der welt feiern

meine affen in seide betten

meine bettler bewirten

meine gefährten vereinen

als die tänzerin, die ich bin.

heute ist die stadt der toten lampen

nur ein munkeln hinter den spiegeln

zu vertraut die wasserstraßen

der uralten heimat meiner seele. 

hab ich doch in beiden tempeln gedient

und weiss um ihren hellwarmen, kühldunklen zauber, 

zu gut, um noch schmerzlos träumen zu können. 

doch heute lasst mich

die schönheit leuchten lassen

meine lampe hoch halten

im leuchtfeuer des lebens, 

ein warmes miteinander spüren

neue welten weben

erinnerungen schaffen

für die zeit, in der ich heimkehren werde

in die uralten hügel der uralten schwestern.